Unsere PWG 1956 im Wandel – Gemeinsam Zukunft gestalten
Neue Wege. Besserer Service.
Neue Strukturen, digitale Angebote und moderne Räumlichkeiten: Die PWG 1956 stellt sich für die Zukunft auf.
Doch was steckt hinter den Veränderungen und welche Vorteile bringen sie für unsere Mitglieder? Darüber sprechen wir mit unseren Vorständen Christoph Bänsch und Roman Poosch, Sven Dittrich, Leiter Digitalisierung, Daten und Organisation, sowie Kerstin Slotta, Leiterin unserer Spareinrichtung.
Herr Bänsch, Herr Poosch, unsere Genossenschaft befindet sich derzeit in einem umfassenden Veränderungsprozess. Warum ist dieser Schritt notwendig und was hat sich bereits getan?
Vorstand: Unsere Genossenschaft hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Damit sind auch die Anforderungen an unsere Arbeit und den Service für unsere Mitglieder gewachsen. Gemeinsam mit einem wohnungswirtschaftlichen Berater haben wir deshalb über einen längeren Zeitraum unsere Strukturen und Arbeitsabläufe analysiert und Verbesserungspotenziale identifiziert.
Dabei wurde deutlich, dass wir vieles bereits sehr gut machen, in einigen Bereichen aber auch Verbesserungspotenziale bestehen. Deshalb haben wir neue Strukturen geschaffen und unser Team verstärkt. Die neu eingerichtete Clearingstelle dient als zentrale Anlaufstelle für Anliegen unserer Mitglieder und sorgt dafür, dass Anfragen gezielt an die richtigen Ansprechpartner weitergeleitet werden. Gleichzeitig verstärken neue Qualitätsmanager die Betreuung und Qualitätssicherung unserer Wohnanlagen. Sie sind direkt vor Ort, behalten den Zustand der Gebäude und Außenanlagen im Blick.
Unser Ziel sind klare Verantwortlichkeiten, kürzere Abstimmungswege, eine bessere Zusammenarbeit und Qualität. Dabei steht nicht die Veränderung bewährter Strukturen im Vordergrund, sondern die langfristige Sicherung einer leistungsfähigen, effizienten und serviceorientierten Genossenschaft zum Nutzen unserer Mitglieder.
Herr Dittrich, Sie begleiten die Digitalisierung und organisatorische Weiterentwicklung unserer Genossenschaft. Was treibt Sie dabei an?
Sven Dittrich: Mich begeistert die Frage, wie wir unsere Genossenschaft fit für die Zukunft machen können, ohne dabei unsere Werte zu verlieren.
Wenn Menschen an Digitalisierung denken, denken sie häufig zuerst an Computer oder Software. Für mich geht es aber vor allem um Menschen. Es geht darum, Informationen verständlicher bereitzustellen, Abläufe zu vereinfachen und die Kommunikation für unsere Mitglieder angenehmer zu gestalten.
Viele Veränderungen finden dabei im Hintergrund statt. Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen modernisieren wir Prozesse und Werkzeuge, damit die 1956 auch künftig leistungsfähig und serviceorientiert bleibt.
Alles unter einem Dach – unsere Geschäftsstelle verändert sich
Nicht nur organisatorisch, auch räumlich verändert sich derzeit einiges. Was steckt hinter dem Umbau unserer Geschäftsstelle?
Vorstand: Mit dem Zentralisierungskonzept werden künftig alle Mitarbeitenden am Standort Zeppelinstraße 152 zusammengeführt. Die bislang auf verschiedene Standorte verteilten Bereiche arbeiten dann gemeinsam unter einem Dach. Dafür wird die Geschäftsstelle erweitert und um zusätzliche Büroflächen ergänzt.
Gleichzeitig stellen wir die Betreuung unserer Mitglieder neu auf. Künftig wird es ein zentrales Vermietungsmanagement für alle Wohngebiete sowie ein Kundenmanagement geben, das sich in einen technischen und einen kaufmännischen Bereich gliedert. Wenn beispielsweise eine technische und eine mietvertragliche Frage zusammenhängen, können die zuständigen Mitarbeitenden diese künftig direkt gemeinsam bearbeiten.
Für unsere Mitglieder entstehen ein moderner Empfangsbereich im Erdgeschoss der Zeppelinstraße 152 und zusätzliche Beratungsräume, die bessere Möglichkeiten für persönliche Gespräche und eine individuelle Betreuung bieten. Perspektivisch profitieren sie von einem besser abgestimmten Service, verbindlichen Terminvereinbarungen, klaren Zuständigkeiten und kürzeren Bearbeitungswegen.
Bis dahin sind allerdings einige Einschränkungen notwendig. Worauf müssen sich unsere Mitglieder einstellen?
Vorstand: Bis zur voraussichtlichen Fertigstellung im ersten Quartal 2027 werden wir innerhalb der Geschäftsstelle mehrfach Büros wechseln und Arbeitsbereiche vorübergehend verlagern müssen. Um diese Umzüge neben dem laufenden Betrieb bewältigen zu können, passen wir unsere Sprechzeiten während der Übergangsphase an.
Die regulären Sprechzeiten am Montag und Freitag entfallen vorübergehend. Persönliche Vorsprachen sind weiterhin dienstags und donnerstags sowie nach Vereinbarung möglich. Wer diese Zeiten nicht wahrnehmen kann, für den finden wir selbstverständlich eine individuelle Lösung. Zusätzliche persönliche Termine können telefonisch über Frau Blauscha in unserer Clearingstelle vereinbart werden.
Uns ist bewusst, dass diese Umstellungen für unsere Mitglieder mit temporären Einschränkungen verbunden sind. Dafür bitten wir um Verständnis. Unser Ziel ist es, die Bauphase so gut wie möglich zu meistern und anschließend einen noch besseren Service anbieten zu können.

Unsere Spareinrichtung zieht mit – und entwickelt sich weiter
Frau Slotta, auch in der Spareinrichtung stehen Veränderungen bevor. Was erwartet unsere Sparer?
Kerstin Slotta: Im Zuge des Umbaus werden auch unsere Räumlichkeiten neugestaltet, damit wir unseren Sparern künftig noch bessere Bedingungen für die persönliche Beratung bieten können. Während der Bauphase ziehen wir deshalb vorübergehend in die dritte Etage unserer Geschäftsstelle in der Zeppelinstraße 152. Die Räumlichkeiten sind bequem mit dem Aufzug erreichbar.
Der Umzug findet vom 9. bis 13. November 2026 statt. In dieser Zeit bleibt unsere Spareinrichtung geschlossen. Ab dem 16. November sind wir in der dritten Etage wieder für unsere Sparer da.
Mit dem Umzug verändert sich auch der Zahlungsverkehr. Was bedeutet das konkret für unsere Sparer?
Kerstin Slotta: Wir entwickeln unsere Spareinrichtung weiter und stellen den Zahlungsverkehr auf eine vollständig unbare Abwicklung um. Einzahlungen auf das Sparbuch waren bereits bisher per Überweisung möglich. Künftig werden Einzahlungen ausschließlich auf diesem Weg vorgenommen.
Jeder Sparer erhält für seine Sparkonten eine neue IBAN. Diese wurde zusammen mit der geänderten Sparordnung und dem dazugehörigen Zustimmungsschreiben Ende Oktober versandt. Mithilfe der IBAN können eingehende Überweisungen künftig automatisch dem jeweiligen Sparkonto zugeordnet und verbucht werden.
Durch die automatisierte Verarbeitung vereinfachen wir unsere Abläufe und reduzieren manuelle Arbeitsschritte. Die dadurch gewonnenen Kapazitäten werden wir gezielt für die persönliche Betreuung und Beratung unserer Sparer einsetzen.
Was ändert sich darüber hinaus für unsere Sparer?
Kerstin Slotta: Im Zuge der Weiterentwicklung führen wir auch Loseblatt-Sparurkunden ein und passen unsere Sparordnung an die neuen Abläufe an. Mit dem Anschreiben Ende Oktober haben unsere Sparer die geänderte Sparordnung, das dazugehörige Zustimmungsschreiben und ihre neue IBAN erhalten.
Wir bitten alle Sparer, die uns ihre Zustimmung zur geänderten Sparordnung noch nicht zurückgesendet haben, dies zeitnah nachzuholen. Uns ist wichtig, transparent über die Neuerungen zu informieren und offene Fragen zu klären. Bei Bedarf erläutern wir die Änderungen selbstverständlich gern persönlich.
Bleibt bei all diesen Veränderungen der persönliche Kontakt erhalten?
Kerstin Slotta: Selbstverständlich! Die persönliche Beratung bleibt das Herzstück unserer Spareinrichtung. Unsere Sparer können sich auch künftig auf vertraute Ansprechpartner und eine individuelle Beratung verlassen. Wir möchten moderne Abläufe mit dem verbinden, was unsere Spareinrichtung seit 25 Jahren auszeichnet: Vertrauen, Verlässlichkeit und persönliche Nähe.
Wir bedanken uns bei unseren Sparern für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung bei der Weiterentwicklung unserer Spareinrichtung. Sollten Sie Fragen zur geänderten Sparordnung, zu Ihrer neuen IBAN oder zu den künftigen Abläufen haben, sprechen Sie uns gern an. Wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen und beraten Sie persönlich.

Digitalisierung, die den Alltag erleichtert
Herr Dittrich, wie hängen die neuen organisatorischen Strukturen und die Digitalisierung zusammen, und welchen Nutzen haben unsere Mitglieder davon?
Sven Dittrich: Digitalisierung funktioniert nur dann wirklich gut, wenn auch die dahinterliegenden Abläufe stimmen. Deshalb betrachten wir nicht nur einzelne Programme, sondern die gesamten Prozesse unserer Genossenschaft.
Wenn Zuständigkeiten klar geregelt sind, Informationen zentral zur Verfügung stehen und die verschiedenen Bereiche gut zusammenarbeiten, können Anliegen schneller, transparenter und effizienter bearbeitet werden. Digitale Lösungen unterstützen unsere Mitarbeitenden dabei und schaffen mehr Zeit für die persönliche Betreuung unserer Mitglieder.
Für unsere Mitglieder bedeutet das vor allem einen einfacheren Zugang zur 1956. Sie können selbst entscheiden, ob sie uns schriftlich kontaktieren, anrufen oder digitale Angebote nutzen möchten. Über das Serviceportal lassen sich Anliegen jederzeit einreichen und deren Bearbeitungsstand nachvollziehen.
Besonders wichtig ist dabei die Verknüpfung der verschiedenen Kontaktwege. Perspektivisch könnten beispielsweise auch telefonisch gemeldete Anliegen direkt in die digitalen Prozesse übernommen und anschließend im Serviceportal nachverfolgt werden. So schaffen wir mehr Transparenz für unsere Mitglieder und erleichtern gleichzeitig die interne Bearbeitung.
Digitalisierung und künstliche Intelligenz sind derzeit in aller Munde. Folgen Sie damit einem Trend?
Sven Dittrich: Nein. Wir führen keine Technologien ein, weil sie gerade modern sind. Bei jeder Idee stellen wir uns dieselbe Frage: Hilft sie unseren Mitgliedern und Mitarbeitenden wirklich?
Deshalb testen wir neue Werkzeuge zunächst und sammeln Erfahrungen. Aktuell beschäftigen wir uns beispielsweise mit einem Chatbot im Serviceportal sowie einem Voicebot für die telefonische Kommunikation.
Beide sollen helfen, Anliegen schneller an die richtige Stelle zu leiten. Gerade beim Voicebot sehen wir viel Potenzial und prüfen derzeit intensiv, wie wir dieses Angebot optimal für unsere Mitglieder gestalten können. Digitalisierung bedeutet für uns, aus Erfahrungen zu lernen und Angebote Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Können Sie ein Beispiel nennen, bei dem Digitalisierung den Alltag bereits konkret vereinfacht?
Sven Dittrich: Ein gutes Beispiel sind die unterjährigen Verbrauchsinformationen. Bisher wurden diese auf unterschiedlichen Wegen bereitgestellt – per Post, E-Mail oder über zusätzliche Anwendungen.
Künftig bündeln wir diese Informationen direkt in unserem Serviceportal. Das klingt zunächst nach einer kleinen Veränderung, macht den Alltag aber einfacher: Wichtige Informationen stehen an einer zentralen Stelle zur Verfügung und können jederzeit eingesehen werden.
Bedeutet mehr Digitalisierung auch weniger persönlichen Kontakt?
Sven Dittrich: Ganz im Gegenteil. Technik soll Menschen nicht ersetzen, sondern unterstützen. Wenn wiederkehrende Aufgaben einfacher bearbeitet werden können, bleibt mehr Zeit für persönliche Beratung und individuelle Lösungen.
Es wird auch künftig Mitglieder geben, die lieber anrufen oder persönlich vorbeikommen. Das ist vollkommen in Ordnung. Unser Anspruch ist es, allen Mitgliedern den Weg anzubieten, der am besten zu ihren Bedürfnissen passt.
Gemeinsam in die Zukunft
Zum Abschluss noch einmal an den Vorstand: Was wünschen Sie sich für die PWG 1956 der kommenden Jahre?
Vorstand: Wir möchten eine Genossenschaft, die ihre gewachsenen Werte bewahrt und gleichzeitig offen für neue Entwicklungen bleibt. Eine 1956, die moderne Technologien sinnvoll nutzt, ihre Mitarbeitenden stärkt und ihren Mitgliedern einen verlässlichen und persönlichen Service bietet.
Veränderungen brauchen Zeit und verlangen allen Beteiligten einiges ab. Deshalb danken wir unseren Mitgliedern für ihr Verständnis und unseren Mitarbeitenden für ihr Engagement.
Unsere Gebäude verändern sich, unsere Abläufe verändern sich und auch unsere Arbeitsweise entwickelt sich weiter. Was bleibt, ist der genossenschaftliche Gedanke: für unsere Mitglieder da zu sein und gemeinsam Zukunft zu gestalten.
