Angekommen, um zu bleiben
Sophie Schmigalla schließt ihre Ausbildung in verkürzter Zeit erfolgreich ab und startet in der Abteilung Technik der 1956.
Werte, die eine Genossenschaft ausmachen, spiegeln sich oft besonders deutlich in den Menschen wider, die bei ihr arbeiten. Sophie Schmigalla ist eine von ihnen. Mit viel Eigeninitiative, Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit hat sie ihre Ausbildung auf zweieinhalb Jahre verkürzt und Mitte Januar erfolgreich abgeschlossen. Heute ist sie festes Mitglied der Abteilung Technik und blickt auf einen Weg zurück, der von Klarheit, Verlässlichkeit und echter Überzeugung geprägt ist.
Eine bewusste Entscheidung
Schon früh wusste Sophie, wohin es gehen soll. „Ich wollte unbedingt in die Immobilienwirtschaft und ich wollte in Potsdam arbeiten“, erzählt sie. Der tägliche Weg nach Brandenburg mit Baustellen und Schranken kam für sie nicht infrage, auch wenn sie ursprünglich aus der Region stammt. Wichtig war ihr außerdem das Arbeitsumfeld: eine Genossenschaft sollte es sein, getragen von Gemeinschaft, langfristigem Denken und Verantwortung gegenüber den Menschen, die dort wohnen. Bei ihrer Suche stieß sie schnell auf die 1956. „Das Konzept, die Außendarstellung, die Website – das hat für mich einfach gepasst.“ Für Sophie war klar: Wenn Genossenschaft, dann diese.
Dranbleiben lohnt sich
Der Weg zur Ausbildung bei der 1956 war kein Selbstläufer. Zweimal erhielt Sophie eine Absage. Doch Aufgeben kam für sie nicht infrage. „Wenn ich weiß, dass ich etwas wirklich will, dann bleibe ich auch dran.“ Beim dritten Anlauf zahlte sich diese Haltung aus. Es folgten ein Einstellungstest, das Bewerbungsgespräch und schließlich die Zusage. Rückblickend war genau das ein Moment, der gut zur genossenschaftlichen Idee passt: nicht der schnelle Erfolg zählt, sondern der gemeinsame Weg und die Überzeugung, dass Engagement und Verlässlichkeit ihren Platz haben. Der Ausbildungsstart verlief positiv und herzlich. Wenige Wochen später gab es eine gemeinsame Betriebsfahrt. „Das war ein richtig schöner Einstieg“, erinnert sich Sophie. „Man konnte viele Kolleginnen und Kollegen kennenlernen und direkt ein Gefühl für das Miteinander bekommen.“ Dieses Miteinander zieht sich bis heute durch. Ob Betriebsfahrten, Weihnachtsfeiern, Firmenlauf oder Stadtfeste – für Sophie sind es genau diese Momente, in denen Teamgeist und Zusammenhalt spürbar werden. „Das macht nicht jedes Unternehmen. Aber hier gehört es einfach dazu.“
Lernen, mitwirken, Verantwortung übernehmen
Wie vorgesehen, durchlief Sophie während ihrer Ausbildung alle relevanten Abteilungen. Dabei lernte sie die gesamte Bandbreite der Wohnungswirtschaft kennen, von kaufmännischen Abläufen bis hin zu technischen Prozessen. Besonders ein Bereich blieb für sie spannend – die Abteilung Technik. Sie sagt: „Man sieht direkt, was man bewirkt, und arbeitet sehr nah an den Gebäuden und den Menschen.“ Sophie verkürzte ihre Ausbildung auf zweieinhalb Jahre. Die schriftliche Abschlussprüfung legte sie bereits im November ab, die mündliche folgte im Januar 2026 im IHK-Gebäude. Das Abschlusszeugnis erhielt sie direkt im Anschluss und kurz darauf auch ihren neuen Arbeitsvertrag bei der 1956. Schon im Oktober hatte es ein Gespräch über ihre Zukunft im Unternehmen gegeben. „Das hat mir viel Sicherheit gegeben“, betont sie.
Technik mit Verantwortung bei Projekten für die Zukunft
Nun arbeitet Sophie in der Abteilung Technik, die aus fünf Personen besteht und von Sandra Wilcke geleitet wird. Gemeinsam betreut das Team zahlreiche Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen – immer mit Blick auf Nachhaltigkeit, Werterhalt und die Bedürfnisse der Mitglieder. Ein aktuelles Projekt ist die Sanierung des Gebäudes „Auf dem Kiewitt 30 a bis 33“, deren Start für Ende April geplant ist. Dabei werden die Bäder komplett erneuert, Balkone vergrößert, eine neue Fassade angebracht und der Außenbereich aufgewertet. Besonders wichtig ist dabei die transparente Kommunikation mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Bei Wohnungsbegehungen wird erklärt, was konkret passiert, welche Zeiträume vorgesehen sind und welche Wahlmöglichkeiten bestehen – etwa bei der Gestaltung der Bäder. Während der Bauphase stehen Sanitärcontainer zur Verfügung, für besonders schutzbedürftige Personen werden bei Bedarf Ausweichwohnungen angeboten. „Natürlich gibt es gerade bei älteren Mietern auch Sorgen“, sagt Sophie. „Aber insgesamt ist die Freude groß, vor allem auf ein neues Bad und ein schöneres Wohnumfeld.“
Genossenschaft leben
Was Sophie besonders an ihrer Arbeit bei der 1956 schätzt, ist die Kombination aus fachlicher Verantwortung und sozialem Anspruch. „Man arbeitet nicht nur für Gebäude, sondern für Menschen. Und man merkt, dass Entscheidungen langfristig gedacht sind.“ Mit ihrem erfolgreichen Ausbildungsabschluss, dem direkten Übergang in eine Festanstellung und spannenden Projekten ist Sophie Schmigalla nun fest bei der 1956 angekommen und gestaltet die Zukunft der Genossenschaft aktiv mit.
Martina Vogel, 13.02.2026