Die Genossenschaft mit Spareinrichtung

Die Genossenschaft mit Spareinrichtung

von Ute C. Seidel


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Arbeit von Ute C. Seidel

Vom 25. Oktober 2004 bis 26. November 2004 wurde die Ausstellungsreihe "Kunst in der Spareinrichtung" mit Encaustic-Malerei von Ute C. Seidel unter dem Titel "Träumereien in Wachs" fortgesetzt.
Die Künstlerin Ute C. Seidel nutzt seit einiger Zeit als Mitglied eine Wohnung der Genossenschaft und begann sich im Jahr 2000 mit der Encaustic zu beschäftigen. Sie absolvierte zahlreiche Kurse und wurde Mitglied im Kunstverein Encaustic e.V. In den letzten vier Jahren hatte sie bereits zehn Ausstellungen ihrer Werke. Ute C. Seidel ist es ein besonderes Anliegen, sich im Rahmen der Rheuma-Liga vor allem für rheumakranke Kinder einzusetzen.


Zur Vernissage am 21. Oktober 2004 hatten die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG und die Deutsche Rheuma-Liga, Landesverband Brandenburg, gemeinsam eingeladen. Die Geschäftsführerin des Landesverbandes der Deutschen Rheuma-Liga Petra Hoffmann machte in sehr emotionalen Worten auf die Probleme rheumakranker Menschen und insbesondere rheumakranker Kinder aufmerksam. Unter anderem durch eine kreative Beschäftigung können die Betroffenen die schwere und oftmals sehr schmerzhafte Krankheit bewältigen und neuen Lebensmut schöpfen. Encaustic-Malerei, wie sie auch von der Künstlerin Ute C. Seidel betrieben wird, ist eine beliebte Beschäftigung von Rheumakranken


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Schecküberübergabe

Der Sprecher des Vorstandes der PWG 1956 eG, Wolfram Gay, überreichte eine Spende von 250,00 € zur Unterstützung der Betreuung der Patienten durch die Rheuma-Liga. Potsdams Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bauen, Dr. Elke von Kuick-Frenz, hob das soziale Engagement der Genossenschaft hervor und äußerte Bewunderung zu den Intentionen der Künstlerin, kranken Menschen zu helfen.



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Vorführung

In einer anschließenden kurzen Vorführung gab die Künstlerin einen überzeugenden Einblick in die Techniken der Encaustic-Malerei. Der Umgang mit Bienenwachs, Farben und Maleisen war den meisten Anwesenden in dieser Form nicht bekannt. Die Encaustic-Malerei hat eine lange Tradition kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Einbrennen". Dieses Malverfahren fand seine Anfänge im antiken Griechenland, Ägypten und dem römischen Reich. Bei der modernen Encaustic wird mit dem beheizten Maleisen eingefärbtes Bienenwachs geschmolzen und auf einem nichtsaugenden Malgrund aufgetragen.
Als außerordentlicher Erfolg erwies sich die vom Vorstand der Genossenschaft durchgeführte Versteigerung von drei Encaustic-Bildern unterschiedlicher Künstler, deren Erlös rheumakranken Kindern zu Gute gekommen ist.