Die Genossenschaft mit Spareinrichtung

Die Genossenschaft mit Spareinrichtung
Bei Renovierungsarbeiten im Behlerthof

Die Bewohner im integrativen Wohnprojekt im Behlerthof fühlen sich sehr wohl. Seit 1999 wohnen hier in einem Genossenschaftsgebäude 16 Personen mit Behinderung. Grundgedanke des Projektes ist, dass unter den erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung einige auf Grund ihrer bisherigen Lebenserfahrungen und ihrer gezeigten Kompetenzen durchaus in der Lage sind, mit entsprechender Unterstützung außerhalb eines Heimes in einer betreuten Wohngemeinschaft zu leben. Dabei haben behinderte Menschen keine anderen Wohnbedürfnisse als andere nichtbehinderte Menschen. Sie leben sozusagen nur unter erschwerten Bedingungen, die sich nicht nur aus der Schädigung oder dem Handikap der betreffenden Person ergeben, sondern in der Hauptsache aus der gesellschaftlichen Isolation, das heißt, der oft verweigerten sozialen und kulturellen Teilnahme am „normalen“ Leben.

Das Projekt hat sich bewährt, es bietet viel Normalität und hat besondere Vorzüge. Es konnte einem Personenkreis, der einen vergleichsweise geringen Betreuungsaufwand benötigt, ein neues Selbstwertgefühl und eine neue Art der Lebensführung geboten werden. Abhängig von den Erfahrungen sind für die Hausbewohner ein sicheres Zuhause, verlässliche soziale Beziehungen und die Förderung der Selbstversorgungskompetenz besonders wichtig. Im Behlerthof hat sich ein selbstverständliches Miteinander entwickelt zu den anderen Bewohnern. Die Behinderten bringen sich in die Gemeinschaft ein und pflegen und gießen Blumen und Grünpflanzen im Quartier.

In Eigenverantwortung der Bewohner werden unter anderem auch die Gemeinschaftsräume in „ihrem“ Haus sauber gehalten. Da lag es nahe, sich auch selbst um die Renovierung des Hausflures zu kümmern. Mit freundlicher Unterstützung der Firma André und B. Wendel Raumgestaltung GbR in Fahrland erstrahlt der Hausflur jetzt wieder in hellen, frischen Farben. An dieser Stelle bedanken wir uns für das Engagement und die gute Zusammenarbeit mit den Bewohnern sowie den Mitarbeitern der Theodor Fliedner Stiftung.

„Arbeiten mit Naturmaterialien“ – Ausstellung in der Spareinrichtung

Arbeiten mit Naturmaterialien

Vom 23. November 2006 bis zum 22. Dezember 2006 fand in der Spareinrichtung unserer Genossenschaft eine Ausstellung mit Exponaten statt, die von Menschen mit Behinderung aus Naturmaterialien hergestellt wurden. Eine Gruppe von Bewohnern aus der Stiftstraße 5 haben eine große Vielfalt von Schalen aus Ton, Korbwaren, Weihnachtsdekorationen u.a. mit viel Fleiß und Mühe für die Ausstellung angefertigt. Bewohner und Betreuer unter Leitung von Frau Dr. Reck in Potsdam berichteten zur Ausstellungseröffnung über das Anliegen und die Arbeit der Stiftung. Neben der täglichen Arbeit in Behindertenwerkstätten oder der Arbeitstherapie stehen Kochen, Backen, Spielen in einer Band, Sport u.a.m. auf dem Programm.  
 

Ausstellung in der Spareinrichtung

Die von der Theodor Fliedner Stiftung betreuten Menschen haben mit den ausgestellten Materialien ihre Fertigkeiten und ihre Kreativität unter Beweis gestellt und den Betrachtern manche Anregung gegeben.
Gleich zur Ausstellungseröffnung wurde von der Möglichkeit des Erwerbs von Ausstellungsstücken rege Gebrauch gemacht. Zu kleinen Preisen konnten viele schöne Unikate erworben werden, die Freude im doppelten Sinne bereiten. Zum einen erhalten die Bewohner der Theodor Fliedner Stiftung Anerkennung für ihre Leistung und das Gefühl gebraucht zu werden. Zum anderen können die Käufer mit dem Erlös sich oder Anderen eine Weihnachtsfreude bereiten. Da die Ausstellungsstücke auch zum Kauf angeboten wurden, fand mancher Käufer ein schönes Weihnachtsgeschenk.