Die Genossenschaft mit Spareinrichtung

Die Genossenschaft mit Spareinrichtung

b_250_250_16777215_0_0_images_stories_content_pics_fq_logo.jpgDas von der Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG im Herzen Potsdams 2005 fertig gestellte „Französische Quartier“ leistet einen Beitrag für eine zukunftsfähige Gestaltung der Landeshauptstadt Potsdam, insbesondere für den Innenstadtbereich. Entstanden sind hier insgesamt 146 Wohnungen, die zum großen Teil barrierefrei sind.

Im Französischen Quartier wurden erstmals in der Genossenschaft die Voraussetzungen geschaffen, dass bedürftigen bzw. interessierten Wohnungsnutzern ein umfangreiches Betreuungsangebot zur Verfügung steht. Direkt im Wohnquartier ansässig ist die Firma Wallow & Schneider GmbH. Das im Bereich der häuslichen Krankenpflege und des betreuten Wohnens tätige Unternehmen hat durch seine mehr als 10jährige Erfahrung eine hohe Fachkompetenz entwickelt. Das Französische Quartier ist nicht nur für Senioren inzwischen eine beliebte Adresse geworden. Neben den Pflegedienstleistungen gibt es im Rahmen der Gemeinschaftspflege noch viele andere zielgruppenorientierte Angebote.

Fazit: Das Französische Quartier ist ein hervorragendes Beispiel, wie mit einem konzeptionell durchdachten Neubauvorhaben zur Belebung der Innenstadt beigetragen werden kann.
Die Zahlen:

  • Grundstücksgröße:   15.127 m²
  • Anzahl der Wohnungen:  146
  • davon öffentlich gefördert: 103
  • davon frei finanziert:  44
  • Gewerbeflächen:   338 m²
  • Anzahl der Tiefgaragenplätze für PKW: 129
  • Anzahl der PKW-Stellplätze im Freien:  25

FQ - LuftbildFQ - Teilansicht

 

 

Idee und Umsetzung 

Projekt FQ

Der über 34.000 m² große Innenhofbereich präsentierte sich vor der Neubebauung als nicht mehr genutzte Industriebrache der Post sowie als gemeinschaftlich genutzte Fläche vornehmlich für den ruhenden PKW-Verkehr (Garagen und Stellplätze).

Seit dem Jahr 1996 reiften Vorstellungen über eine sinnvollere Nutzung des Innenhofbereiches. Obwohl sich andere Partner aus einer 1997 gegründeten Arbeitsgemeinschaft zurückzogen und ein erster vorgelegter Architektenentwurf 1998 der öffentlichen Diskussion nicht standhielt, beharrte die PWG 1956 eG auf die Umsetzung des Projekts. Anfang 2003 waren schließlich alle Voraussetzungen für den Baubeginn geschaffen. Zunächst mussten nicht mehr genutzte Postgebäude und ca. 18.000 m³ belasteter Aushubboden nach langer Industrienutzung und Folge des letzten Krieges mit zusätzlichem Kostenaufwand entsorgt werden. Erst dann konnten die Gründungs- und Rohbauarbeiten beginnen. Am 17. November 2003 fand unter großer öffentlicher Beteiligung die Grundsteinlegung für das bis heute größte Neubauvorhaben unserer Genossenschaft nach der Wende statt, am 14. September 2004 feierten wir Richtfest und am 13. Juni 2005 nahmen die ersten Bewohner ihre neue Wohnung in Besitz. Für Irmgard Fröhlich und ihren auf den Rollstuhl angewiesenen Ehemann Klaus ging an diesem Tag mit der Übernahme einer rollstuhlgerechten Wohnung ein Traum in Erfüllung. Die offizielle Einweihung wurde am 12. August 2005 mit großem öffentlichem Interesse gefeiert.

Einweihung

Umgesetzt wurde das innerstädtische Bauvorhaben in zwei Teilprojekten:

Im geförderten Wohnteil (1. Förderungsweg nach der Mietwohnungsbaurichtlinie des Landes Brandenburg) genügen 50% der 103 Wohnungen den Anforderungen der DIN 18025 Teil 2 für barrierefreies Wohnen. Zusätzlich sind acht Wohnungen nach DIN 18025 Teil 1 rollstuhlgerecht ausgestattet. Die Wohnungen sind fast komplett mit Aufzügen erreichbar.
Das Teilprojekt 2 wurde ausschließlich ohne öffentliche Mittel finanziert. Dadurch konnte ein Höchstmaß an Flexibilität in der Betreibung erreicht werden. Orientiert beim Bau und der Ausstattung der Wohnungen auf das betreute Wohnen. Sämtliche Wohnungen wurden gemäß DIN 18025 Teil 2 barrierefrei ausgelegt, zusätzlich sechs weitere Wohnungen rollstuhlgerecht. Alle Wohnungen sind mit Aufzügen erreichbar.

Im Tiefgeschoss finden neben den Abstellflächen für die Wohnungen auch Stellplätze für 129 PKW Platz. Weitere 25 PKW-Stellplätze, davon 13 behindertengerecht und überdacht, komplettieren das Angebot.

3. Platz beim BBU-Wettbewerb 2006

Das Französische Quartier

Der BBU - Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. – hat beim Verbandstag 2006 die Preise für den Wettbewerb „Leben, Wohnen, Arbeiten: Beiträge der Wohnungsunternehmen zur Zukunft der Städte“ in der Kategorie Genossenschaften verliehen. Wir sind stolz darauf, hier den dritten Preis für das "Französische Quartier" errungen zu haben.

„Das anspruchsvolle Bauprojekt ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie mit einem konzeptionell durchdachten Wohnungsneubauprojekt gezielt zur Belebung der Innenstadt beigetragen werden kann. Deshalb zeichnet es die Jury mit dem dritten Preis aus." Der Preis sei so etwas wie der Oskar der berlin-brandenburgischen Wohnungswirtschaft, so der Vorsitzende der Wettbewerbsjury, Prof. Fritz Schmoll genannt Eisenwerth von der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin. Gerade in jüngster Zeit werde besonders die Bedeutung der Genossenschaften für sicheres und soziales Wohnen besonders deutlich. „Die Wettbewerbsbeiträge stellen eindrucksvoll den Zusatznutzen unter Beweis, den engagierte Wohnungsgenossenschaften ihrer Stadt und deren Gemeinwesen über die von Rendite-Überlegungen geleitete Wohnungsversorgung hinaus schaffen können.“, sagte Schmoll.